Zwischen Himmel und Erde

Man sieht nur mit dem Herzen gut – egal ob man blind ist oder sehend.

WARUM streiten Menschen so oft, was wahr, richtig oder falsch ist?

Sie vergessen oder wissen nicht, dass ihr Bewusstsein nur einen Bruch-Teil erkennt, sieht und wahrnimmt – und das mit sehenden Augen. Vergessen wird auch oft, dass unser Unbewusstes – man verwendet heutzutage nur noch selten den Begriff vom Unter-Bewussten – viel mehr aufnimmt und abgespeichert hat als unser Bewusstsein, aber wir mit unserem Verstand  keinen direkten Zugang dazu haben, egal, wie sehr wir uns anstrengen und bemühen hinter diese Kulissen zu schauen.

Wir können es nicht einfach öffnen und ansehen wie ein Buch, das wir aufschlagen, oder ein Video, das wir anschalten und ansehen.  Für diesen Video-Player UNBEWUSST haben wir keinen  Code, kein Passwort, keinen Schalter, keinen Button. Das Faszinierende ist, dass es unsichtbare Schalter gibt, die wir oder ein anderer aus Versehen oder eben unbewusst drücken können, den Strom anschalten können – und dann läuft etwas ab, das wir meist nicht verstehen können. Es ist wie bei einem Eisberg. Das Bewusste ist wie das sichtbare Eis über der Meeresoberfläche und das Unbewusste wie das unsichtbare Eis im Wasser. Das Größenverhältnis ist oft 20 zu 80 % oder 30 zu 70 % –  immens also.

Welche Kraft ist wohl größer? Ganz klar: Die des Unbewussten – und es ist wichtig, wenn ich merke, dass ich meine Ziele nicht erreichen kann, krank bin oder immer wieder dasselbe Verhalten annehme, Mittel und Wege  finde, das Unbewusste zu ergründen und um Hilfe zu bitten. Darüber erzähle ich in den kommenden Blogs und in meinen Herz-Management-Seminaren noch viel, viel mehr. Total spannende Geschichten gibt es da, über die unser Verstand nur noch  STAUNEN kann.

Auch das Unbewusste verwendet Ebenen, die unsere innere Stimme kennt, die man mit dem Herzen sehen kann und über die man mit dem Herzen kommunizieren kann. Tiere und die lebendige Natur verstehen diese Sprache des Herzens und seine Schwingungen. Das habe ich oft erfahren und erlebt.

JETZT ist  der Zeitpunkt gekommen, darüber zu berichten und dieses Sehen mit dem Herzen in meinen Seminaren ausführlich zu lehren und zu lernen.

Jeder ist dazu herzlich eingeladen, egal ob man glauben kann oder voller Zweifel steckt. Das macht keinen Unterschied, denn es betrifft NICHT unseren Verstand. DER kann es NICHT verstehen, der kann es wahrnehmen, erfahren, sehen und dann eines: STAUNEN.

Eine Bachstelze hielt sich schon zwei oder drei Jahre in meinem Garten auf. Wir kannten uns gut. Sie kam immer alleine und erkundete wippend, wie es ihre Art war, ihr Revier.

Die Gegend um die zwei Naturteiche und die großen Felsen liebte sie besonders. Auch an diesem Morgen sah ich sie wie immer schon früh im Westen und Norden des Gartens. Sie hopste wieder wippend umher, während ich im Haus und auf der Terrasse zu tun hatte. Immer wieder sah ich sie. Am späteren Vormittag hörte ich plötzlich ziemlich lautes Vogelgeschrei und Rufe. Rufe, die nicht endeten von kleinen Vögeln. Als ich sie endlich im Garten hinter dem Haus durch die Fensterscheiben erblicken  konnte, sah ich zwei goldige Rotschwänzchen direkt gegenüber auf den Felsen sitzen.

SIE waren die kleinen Schreihälse. Ich holte meine Kamera und schraubte schnell das Tele-Objektiv an, um sie zu fotografieren. Das würde bestimmt lustig ausschauen, wenn ihre Eltern zurückkämen und ihnen die kleinen Hälse voller Insekten stopfen würden. Sie waren so flink und hüpften von einem Felsen zum andern und kamen immer näher aus der östlichen Richtung von Nachbars Garten. Ich wusste, dass mehr als die Hälfte der Fotos absolut unscharf sein würde. Deshalb versuchte  ich viele, viele Fotos mit allen möglichen Einstellungen von den kleinen, drolligen Vogelkindern zu machen.

War das anstrengend – ich halte kurz inne und  höre die Kirchenuhr schlagen. Total verwundert merke ich, dass schon  viel Zeit vergangen war. Nanu, wo bleiben die Eltern?

Die Bachstelze hatte natürlich auch das Geschrei gehört, aber sie kümmerte sich nicht darum. Es gab hier öfter Vogelkinder, besonders Kohlmeisen, Blaumeisen und eben auch Rotschwänzchen, sogar den Neuntöter hatten wir hier am Rande des Landschaftsschutzgebietes schon in der Hecke brüten sehen. Sie war wie immer beschäftigt mit Picken und lief mit wippenden Schwanzfedern weiter oben am Grundstücksende des Gartens an der Hecke entlang. Langsam machte ich mir Sorgen. Inständig hoffte ich, dass wenigsten EIN Alt-Vogel jetzt endlich kommen würde. Die Kleinen hüpften immer weniger, manchmal gingen ihnen die Augen zu, aber zwischendurch riefen und riefen sie. Besonders, wenn sie die Augen öffneten und die Gestalt der Bachstelze sahen. Ich wusste, dass ich diese kleinen wunderbaren Wesen NICHT füttern konnte. Langsam wurde mir bewusst, dass sie sterben würden, wenn nicht endlich ihre Eltern zum Füttern kämen, wer weiß, seit wann sie schon hungerten.  Ich bekam Angst um diese zwei kleinen Leben.  Nein, das durfte einfach nicht sein. Mein Herz wurde traurig und trauriger – und  fühlte immer mehr Verzweiflung. WAS tun? WAS konnte ich bloß tun? Mit der Pinzette … ? Nein, unmöglich. Innerlich schüttelte ich den Kopf. Ich brauchte mir da nichts vorzumachen.

Ich konnte NICHTS tun.

Traurig sah ich zu meiner Bachstelze – sie war doch ein erwachsener Vogel. SIE konnte füttern. Das traurige, verzweifelte, bittende Gefühl in meinem Herzen nahm den ganzen Raum ein – ich faltete die Hände und versank tief, ganz tief  in meinem Gebet.

Ich konnte nicht mehr denken, nur noch fühlen, fühlen, fühlen.

Wie im Traum nahm ich wahr, dass die Bachstelze sich näherte. Sie kam näher und näher und näher, schaute zu mir. Mir stockte der Atem – ich wagte nicht, mich zu bewegen. Sie kam näher, direkt auf die zwei kleinen Schreihälse zu, die sich kaum noch bewegten. Sie trug etwas in ihrem Schnabel –  das konnte doch nicht wahr sein?! Als sie so zwei, drei Meter entfernt war, bemerkten sie die Kleinen. SOFORT fingen sie an lauthals loszuschreien. Blitzschnell lief die Bachstelze auf sie zu und stopfte ihnen die Insekten in den kleinen Schnabel. Regungslos stand ich da. ATEMLOS! Nur nicht bewegen, nicht stören, dachte ich. BLOß NICHT BEWEGEN! WAS geschah da? WAS? Ich fasste es nicht.

Bachstelze füttert Rotschwänzchen-Junges

Bachstelze füttert Rotschwänzchen-Junges

Die Bachstelze lief wieder zur Hecke und kurz darauf kam sie wieder mit einem vollen Schnabel zurück, dessen Inhalt blitzschnell in den hungrigen kleinen Hälsen verschwand. So ging das weiter, wieder und wieder …  JETZT traute ich mich  zu fotografieren. „Das MUSST Du festhalten!“, dachte ich. „DAS glaubt Dir niemand. DAS musst Du mit dem Fotoapparat festhalten, egal, wie wackelig auch immer die Bilder werden.“ Die Bachstelze störte sich überhaupt nicht daran. Die Kleinen wurden wieder kräftiger und eroberten nun das ganze Grundstück bis hin zum unteren Teich im Süden – und die  Bachstelze folgte ihnen und fütterte sie wie eine Vogelmutter, die einfach ihre kleinen Vogelkinder fütterte.

Sie hatte den genetischen Code „Ich Bachstelze und Ihr Rotschwänzchenjunge“ überwunden und war nur noch eine Vogelmutter, die jungen Vogelkindern das Leben rettete.

Zufrieden saßen dann die Kleinen unten am großen Teich auf den Pfosten, die unsere Omoriken stützen. Welch ein herrlicher Anblick! „Ob DAS die Wissenschaftler eine Gen-Mutation des Lebens, der Natur nennen würden, wenn das öfter so geschehen würde?“ fragte ich mich.

Gefühle des Glücks und einer unaussprechlichen tiefen Dankbarkeit waren das, die den Raum in meinem Herzen einnahmen und meinen Blick tief nach innen wendeten, wo mein Atem still hält und FRIEDEN ohne Laute und Worte einkehrt.

Fotos und eine Kurzfassung dieser unglaublichen Geschichte findest Du hier:

http://www.heidemarie-r-ehrke.de/bio/gal/bachstelze/bachstelze.html

und hier: http://www.heidemarie-r-ehrke.de/bio/gal/bachstelze/press/pressetext.html

Ja, Tiere und die lebendige Natur erkennen diese Sprache des Herzens und seine Schwingungen UND vermögen SIE zu  verstehen! Das habe ich oft, oft erfahren und erlebt, auch in einer weiteren unvorstellbaren Geschichte mit unserem Labrador Josua, der von sich aus etwas tat, was er noch nie zuvor getan hatte und was nur in meinem Herzen zu erkennen war – für ihn auf derselben Ebene, wie Jahre zuvor für die Bachstelze.

Bald HIER mehr dazu.

Alles Gute.

Josua

Kommunikation auf Herzensebene?

Alte Buchen auf der Hochrhön.

Die herrliche Rhön, vor etwa 30 Millionen Jahren durch Vulkane geformt, ist eine Landschaft mit einem ganz besonderen Gesicht. Immer wieder war es uns eine Freude dort zu wandern und die Vielfalt zu genießen. Gerne machten wir Rast an einem ganz besonderen Ort mitten im Herzen der Rhön, an dem Ort nahe dem Rothsee, wo mein Geburtshäuschen stand.  Unter alten Bäumen, die heute noch dort verwurzelt sind und von dem man aus einen der schönsten Blicke zum Kreuzberg hat.

Das kleine Häuschen gibt es nicht mehr, aber unter den großen Buchen mit ihren dicken Stämmen findet man eine Bank, auf die sich müde Wanderer setzen und ausruhen konnten. Mein Lebenspartner mit seinen langen Beinen bei 1,91 m Körpergröße freute sich schon darauf. Unser Labrador Josua und ich, wir wollten erst noch ein bißchen die Gegend erkunden.

„Wieviele Silberdisteln in diesem Jahr dort wuchsen?“, fragte ich mich und ging mit der Kamera auf die Suche.

Silberdisteln in der Rhön

Silberdisteln, Blumen meiner Heimat

Ich schaute nach Josua – ach ja, der lief so ein paar Meter zwischen uns entfernt schnüffelnd und schwanzwedelnd herum. Wir waren alleine, also musste man nicht allzu sehr auf ihn acht geben.Vielleicht roch er gerade einen Hasen oder einen Fuchs. Die Rhön war sehr tierreich.

Während des Fotografierens fiel mein Blick zu meinem Partner, der so 15 m entfernt auf der Bank saß. Aber wie! Oh, was war denn das? Die Bank war sehr niedrig und nun hatte er nicht nur mit seinen langen Beinen etwas Probleme, sondern er konnte sich auch nicht anlehnen, die Rückenlehne war weg. Und das bei seinem Hohlkreuz. Glücklich sah er wirklich nicht aus. Irgendwie tat mir das im Herzen weh.

Mein Partner war in mein Leben gekommen, wie sich kurz darauf herausstellte, mit einer Lymphkrebserkrankung. Sein damaliger  Hausarzt hatte das nur für harmlose Schwellungen der Lymphgefäße gehalten. Wir arbeiteten viel in Sitzungen und erforschten Zusammenhänge seiner Erkrankung. Die Uniklinik überprüfte  nur seine Werte regelmäßig, obwohl sie gesagt hatten: „Wenn der Krebs mutiert, sind Sie innerhalb von vier Wochen tot.“ Für sie ungewöhnlich hatten wir durch unsere gemeinsame Arbeit erreicht, dass sein Blut gesund war.

Ich machte mir Sorgen, wenn er da so gebückt auf der niedrigen Bank saß, weil er sich eben nicht anlehnen konnte. Das war gewiss nicht gut für seine Lymphgefäße. Man merkte auch, dass er unruhig auf der Bank so hin und herrutschte. Ich stand da, ganz in mich gekehrt und überlegte, ob wir eventuell die Bank an einen der Baumstämme hinrücken konnten, aber das schien kaum möglich, das Gelände war da zu uneben und schräg. Ich versank tief in meine Gedanken und suchte mit meinem Herzen nach einer Lösung, seinen Rücken zu stützen. Ob ich mich hinter ihn stellte, dass er sich einfach an mich anlehnen konnte? Das wollte er gewiss nicht, weil er wusste, dass ich auch müde vom Wandern war und mich gerne nach dem Fotografieren neben ihn hinsetzen würde.

Etwas traurig überlegte und überlegte ich … Josua hatte zu schnüffeln aufgehört. Ich sah, wie er zu meinem Partner ging. „Das ist gut“, dachte ich. „Er liebt Josua so sehr. Er wird sich freuen, wenn er zu ihm kommt und sich an seine Füße legt, wie er das immer macht. Das wird ihn ablenken.“ Keiner von uns hatte ein Wort gesprochen, jeder war mit sich selbst beschäftigt.

Was war das? Was machte der Hund? Erstaunt sah ich,dass sich Josua leise der Bank näherte, mein Partner hatte ihn noch gar nicht bemerkt, so sehr war er in seine Gedanken vertieft.

WAS tat der Hund? Mir blieb der Mund offen stehen. Konnte der Hund meine Gedanken lesen? Nein, DAS konnte er nicht, aber Tiere verstehen wahrlich die Sprache des Herzens.

Josua stützt liebevoll sein Herrchen – von ganz alleine.

Noch nie zuvor hatte er sich so verhalten – Josua ging ganz gezielt HINTER die Bank und setzte sich Rücken an Rücken zu seinem Herrchen. Als er merkte, es passte noch nicht so recht, rutschte er sogar noch ein Stückchen nach rechts zur Seite und dann saßen die beiden wirklich und wahrhaftig Rücken an Rücken miteinander da. UNFASSBAR! Ich traute meinen Augen nicht. Völlig überrascht und glücklich schaute mein Partner zu mir.

Das aktivierte gewiss auch seine Selbstheilkräfte – so eine LIEBE! Es war auch die Chance dieses Ereignis mit meinen Fotos festzuhalten. Ich stand ja immer noch bei meinen Silberdisteln.

WAS ging da wohl in so einem wundervollen Tier vor sich?
Ein Rätsel für uns Menschen.

Als Josua unsere Freude bemerkte, hatte man das Gefühl, dass er auch glücklich war. Was ist er da gestreichelt und liebkost worden. So ein Verhalten hat er nie wieder gezeigt. Ich hatte auch nie mehr den Herzenswunsch, dass so etwas nötig war. Damals, ein Jahr zuvor, als Josua nach vier Jahren Abwesenheit endlich wieder zu seinem Herrchen zurückgekommen war, weil seine geschiedene Frau den Hund nicht mehr haben wollte, auch da hatte er ein unglaubliches Verhalten, als er MICH zum ersten Mal traf. So etwas hatte mein Partner noch nie zuvor erlebt. Zwischen Josua und mir war es damals „Liebe auf den ersten Blick“.

Josuas außergewöhnliches Verhalten an diesem ersten Abend zeigte er noch einmal am nächsten Tag beim Spaziergang im Duftwald, dann nie wieder. Darüber später mehr.

Tiere und die lebendige Natur

verstehen ganz gewiss die Sprache  des Herzens.

Ausruhen nach getaner Hilfeleistung.

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